Lektion 2 - Bedürfnisse nach verschiedenen Handicaps
Lektion 2 im vorherigen Kapitel hat gezeigt, dass benachteiligte Jugendliche verschiedene geistige oder körperliche Beeinträchtigungen haben können. Diese unterschiedlichen Nachteile müssen bei der Planung und Vorbereitung eines Bio-Betriebs berücksichtigt werden.
Benachteiligte Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen haben sehr unterschiedliche praktische Bedürfnisse. Ein wichtiger Aspekt ist die Bereitstellung von "Barrierefreiheit". Beispiele sind Hardcover-Pfade und spezielle Toiletten für RollstuhlfahrerInnen usw.
Neben diesen physischen Anforderungen und Bedürfnissen sollte ein besonderes Augenmerk auf Verhaltens- und Kommunikationsprobleme gelegt werden. Geistig beeinträchtigte SchülerInnen und Kinder brauchen viel mehr Schutz und Aufmerksamkeit bei Besuchen und Arbeiten in Gärten und auf dem Bauernhof.
Begleitpersonen müssen sich beispielsweise bewusst sein, dass Kinder mit geistiger Beeinträchtigung Boden oder Pflanzen essen könnten, die für den menschlichen Verzehr ungeeignet sind. Für diese Kinder könnte das Kochen im Freien gefährlich werden, weil sie nicht daran gewöhnt sind. Im Allgemeinen muss die Vorbereitung und Durchführung eines Bio-Bauernhof-Besuchs sicherstellen, dass mögliche Ursachen und Gründe für Unfälle aufgrund ihrer Nachteile vermieden werden.
LehrerInnen, Betriebsleitende und LandwirtInnen müssen besondere Kommunikationsbedürfnisse berücksichtigen, insbesondere für Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung. Erklärungen und Unterrichtseinheiten müssen an die speziellen Bedürfnisse dieser Zielgruppen angepasst werden. Die Vorlesungen müssen sehr einfach sein, der Unterrichtsrhythmus muss zu ihren Rezeptionsfähigkeiten passen und die Sprache und Inhalte sollten ihren Interessen und ihrer Konzentrationsfähigkeit entsprechen.