Lektion 1 - "Das Farm-Projekt" von Abbey Home Farm (UK)

Die Abbey Home Farm befindet sich in Gloucestershire, 50 km von Bristol entfernt und wird von Will und Hilary Chester-Master verwaltet. Der 650 Hektar große Bio-Bauernhof ist von Soil Association zertifiziert und bietet regelmäßige Besuche und Exkursionen auf dem Bauernhof an. Mit ihrem "Farm Project" haben sie interessante Erfahrungen mit Besuchen von Gruppen von Geflüchteten gesammelt.

Weitere Information: http://www.theorganicfarmshop.co.uk/farm

Sie arbeiteten mit der Organisation "Victims of Torture" zusammen, um eine Gruppe von Geflüchteten aus London aufzunehmen. Sie brachten fünf Geflüchtete mit einem Regisseur und MusikerInnen zusammen, um eine Aufführung ihrer Geschichten zu produzieren. Weiterhin haben sie Gruppen aus einem Zentrum für Geflüchtete in der Stadt Swindon beherbergt, wobei junge Männer für Tagestouren auf die Farm kamen. Eine andere Gruppe kam auf die Farm für einen Kurztrip oder auch einen Urlaub. Diese Geflüchteten kamen hauptsächlich aus Afrika und dem Nahen Osten.

Hilary Chester-Master berichtete über ihre Erfahrungen mit diesem Besuch:

  • Geflüchtete sind manchmal schwer zugänglich und am besten über Initiativen oder Gruppen für Geflüchtete zu erreichen.
  • Geflüchtete haben oft praktische und emotionale Verbindungen zur Landwirtschaft. Dies kann einen positiven Bezug auslösen, aber auch unglückliche Erinnerungen und starke Verlustgefühle hervorrufen.
  • Der Hofbesuch wird am besten auch als Treff für Gruppen von Geflüchteten genutzt und nicht ausschließlich für eine Betriebsbesichtigung.
  • Es ist wichtig, die richtige Größe der Gruppe zu wählen!

Geflüchtete müssen sich oft mit vielen Problemen auseinandersetzen, die bei einem Hofbesuch an die Oberfläche kommen können und eine Menge Einfühlungsvermögen von den LandwirtInnen oder Betriebsleitenden verlangen. Hofbesuche bieten einen sicheren Raum und einen therapeutischen Rahmen zum Austausch, u.a. auch zu vertrauten Themen aus der Landwirtschaft.

Es ist wichtig, die richtige Größe der Gruppe zu wählen! Hilary hatte eine Anfrage einer Organisation, die 17 junge Geflüchtete für einen Aufenthalt schicken wollte. Sie hat diese Anfrage abgelehnt, weil diese Größe für die Farm nicht angemessen gewesen wäre.

Wenn die Gruppe zu groß ist, ist eine angemessene Betreuung und Unterstützung nicht möglich und die BesucherInnen können von dem Aufenthalt nicht profitieren. Darüber hinaus können die LandwirtInnen oder BetriebsleiterInnen überfordert sein und so keine individuelle Beratung und enge Betreuung und Unterstützung gewährleisten.

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