Lektion 2 - Zusammenarbeit mit Flüchtlingsinitiativen

Mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, insbesondere im Jahr 2015, wurden viele Initiativen zur ihrer Unterstützung und Betreuung in den EU-Ländern, insbesondere in Deutschland und den anderen am stärksten betroffenen Ländern, gegründet und etabliert.

Viele Menschen entwickelten mit diesen Initiativen eine "Willkommenskultur" mit einem breiten Spektrum an Aktivierungen, zum Beispiel:

  •      Freiwillige Hilfe und Unterstützung von Flüchtlingen in vielen Angelegenheiten
  •      Begrüßung, erste Termine z.B. im Bekleidungsgeschäft oder ähnliches
  •      Begleitung bei Behördengängen und anderen bürokratischen Anlässen
  •      Sprachkurse
  •      Service durch eine Teestube oder ähnliche Angebote
  •      Kurztrips und Ausflüge
  •      Stadtrundfahrten, Museumsbesuche, eine Party in der Nachbarschaft

In Deutschland werden Aktivitäten speziell für Kinder und junge Flüchtlinge von der Regierung mit dem Sonderprogramm "Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge" gefördert.

Sechs regionale Servicebüros helfen Städten und Gemeinden, Flüchtlingskinder und Jugendliche in Kindertagesstätten und Schulen aufzunehmen und sie beim Übergang in die Arbeitswelt zu begleiten. Sie bieten nicht nur Beratung und Qualifikation für Verwaltung und Gemeinwesen, sondern helfen auch beim Aufbau lokaler Allianzen von lokalen Behörden, Verbänden, Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen.

Weitere Information: https://www.willkommen-bei-freunden.de

Auch auf lokaler und regionaler Ebene wurden zahlreiche Allianzen zwischen NGOs und Initiativen aufgebaut. Mehrere Internetportale stellen diese Initiativen und ihre Arbeit vor und helfen interessierten Menschen, sie in ihrer Region zu finden.

In Köln werden beispielsweise rund 300 Initiativen zur Flüchtlingshilfe und Integration durch das deutschlandweite Online-Tool "Refugees Welcome Map" koordiniert.

Quelle: http://refugeeswelcomemap.de/koeln

Für die Vorbereitung und Durchführung von Biohof-Besuchen kann die Zusammenarbeit mit lokalen oder regionalen Flüchtlingsinitiativen sehr hilfreich sein. Sie können den Zugang zu einer geeigneten Zielgruppe erleichtern, Informationen über Hintergründe, Lebensumstände und Erwartungen geben und junge Flüchtlinge zur Teilnahme an Aktivitäten auf einer Biohof motivieren. Darüber hinaus können sie helfen, bürokratische Herausforderungen zu lösen und möglicherweise finanzielle Unterstützung beitragen.

Die Regierung von Nordrhein-Westfalen f. bietet eine Online-Plattform, die die Zusammenarbeit zwischen Initiativen organisiert und den Zugang zu solchen Institutionen für neue Projekte bietet:

https://www.ich-helfe.nrw